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Energiewende – Chance auf Geschäft

Weil die Preise für Öl und Gas immer weiter steigen, entscheiden sich viele Menschen nun doch für fossilfreie Alternativen wie E-Autos oder Photovoltaik-Anlagen. Für den Vertrieb ist das ein guter Anlass für eine Beratung – und damit eine Chance auf Abschlüsse.

Lesedauer: 10 Minuten
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ie Fahrt an die Zapfsäule ist nichts für Pfennigfuchser. Denn wer sein Auto tanken möchte, muss seit Anfang des Jahres stetig steigende Preise in Kauf nehmen. Der Liter Benzin etwa kostete im Januar 2021 noch 1,35 Euro. Im November waren es bereits 1,72 Euro. Beim Heizöl sieht es ähnlich aus. Im Januar kosteten 100 Liter keine 60 Euro. Im Herbst ist der Preis auf rund 90 Euro und damit um mehr als 50 Prozent gestiegen. Beim Gas ist es nicht anders.

Benzin, Heizöl, Gas – Energie in Deutschland wird immer teurer. Das liegt zum einen am spürbaren Aufschwung der Wirtschaft, denn mit der Nachfrage steigen auch die Preise. Zum anderen kostet in Deutschland durch die Einführung des CO2-Preises jede verursachte Tonne Kohlendioxid aktuell 25 Euro. Und weil dieser Preis bis 2025 schrittweise auf bis zu 55 Euro pro Tonne erhöht werden soll, ist ein Ende des Preisanstieges noch lange nicht in Sicht.

Steigende Preise bewegen viele Menschen zum Umdenken

Viele Menschen bewegt diese Entwicklung zum Umdenken. Zum Beispiel beim Autokauf. So würden sich die Hälfte aller Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland schon beim nächsten Auto für ein Elektrofahrzeug entscheiden, wie eine Umfrage des Energiekonzerns Eon ermittelt hat. Auch bei den eigenen vier Wänden stehen die Zeichen auf Wandel: Für ein Drittel aller Privathäuser ist bereits eine Photovoltaikanlage geplant.

Das alles sind auch gute Neuigkeiten für den Versicherungsvertrieb. Denn sowohl das E-Auto als auch die PV-Anlage muss versichert werden. Die Wechselabsichten der Menschen liefern Maklerinnen und Maklern dabei einen guten Einstieg in die Beratung – und erhöhen damit die Chance auf Geschäft in einem innovativen Segment. Aber wie können sie die Chance nutzen? Was ist bei der Beratung zu beachten? Und was bringen die modernen Technologien mit sich?

E-Auto oder Verbrenner: Was ist besser?

Beim E-Auto ist die große Streitfrage: Ist der Stromer wirklich schonender zur Umwelt als der Verbrenner? Beim Blick auf die Straße ist diese Frage leicht beantwortet: Während das E-Auto beim Fahren weder CO2 noch andere Treibhausgase ausstößt, blasen Fahrzeuge, die mit Diesel oder Benzin angetrieben werden, zwischen 100 und 190 Gramm CO2 in die Luft – pro Kilometer. Klarer Sieg fürs E-Auto.

Aber nur ein Etappensieg, denn die Nachhaltigkeitsfrage ist komplexer. Zu einer umfangreichen Ökobilanz gehören auch die Herstellung und der Betrieb der E-Autos. Also auch die Frage: Mit welchem Strom werden die Fahrzeuge überhaupt geladen? Forscher des International Council on Clean Transportation (ICCT) haben für eine Studie Autos der Kompaktwagen-Klasse über eine gesamte Lebensdauer betrachtet. Dabei wurden auch die Emissionen aus der Produktion der Fahrzeuge und Batterien sowie die Entsorgung des Fahrzeugs mit eingerechnet. Ergebnis: Für einen elektrischen Kompaktwagen liegen die Treibhausgasemissionen 66 bis 69 Prozent niedriger als für vergleichbare neue Benzinfahrzeuge.

„Die Flotten der Unternehmerkunden wachsen stark“

Frank Edelmeier (Foto) leitet bei der Gothaer den Bereich Kfz. Im Interview mit MaklerTV spricht der Versicherungsexperte für den Kraftfahr-Bereich, wie sich der Automarkt entwickelt, wie die Gothaer darauf reagiert und wie Maklerinnen und Makler profitieren können.

Hier geht's zum Interview mit MaklerTV

Aber nicht nur ein Blick in die Ökobilanz ist positiv, auch mit dem Geldbeutel ihrer Besitzer gehen Stromer schonender um. Zum einen sinken schon jetzt die Preise für E-Autos, zum anderen kommt eine Kaufprämie hinzu: Bis Ende 2025 verschenken Staat und Hersteller bis zu 9.000 Euro für jedes verkaufte Fahrzeug. Zudem haben E-Autos deutlich niedrigere Wartungs- und Energiekosten. Die Experten vom ADAC haben alle Finanzfaktoren eines Elektroautos – vom Kaufpreis über Betriebs- und Wartungsaufwände bis zum Wertverlust – addiert und festgestellt: die E-Autos schneiden immer häufiger besser ab als Verbrenner.

Digitale Services für Maklerinnen und Makler

Passend zum Thema Auto bietet die Gothaer ihren Maklerinnen und Maklern ab sofort zwei neue, digitale Services. Zum einen können Verträge fürs Kleinflotten-Geschäft nach einer Testphase jetzt auch langfristig über die Software NAFI abgewickelt werden. Zum anderen können die sogenannten elektronischen Versicherungsbestätigungen, kurz: eVB, die beispielsweise für die Zulassung von Fahrzeugen gebraucht wird, ab sofort über eine Schnittstelle zum GDV automatisiert abgerufen werden. Zuvor mussten Maklerinnen und Makler hier noch den Weg über die Gothaer gehen.

Hier geht's direkt zur eVB

Das macht die Fahrzeuge auch für Unternehmen besonders attraktiv. „Unternehmerkunden sind diejenigen, die die meisten Fahrzeuge kaufen in Deutschland“, sagt Frank Edelmeier, Bereichsleiter Kfz bei der Gothaer. Das Anliegen der Kundschaft wäre immer das gleiche: „Sie wollen sich keine Sorgen machen müssen um Batterien und deren Absicherung.“ Das Wichtigste sei, dass das Produkt zum Risiko passt – und hier könne die Gothaer für jede Flottengröße die passende Lösung anbieten.

"Beim E-Auto gibt das Fahrzeug die Nutzung vor – und nicht der Fahrer." Peter Fintl, Direktor Technologie und Innovation bei Altran
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Aber macht ein E-Auto-Fuhrpark im Außendienst überhaupt Sinn? „Ja – wenn ich mich ein wenig anpasse“, sagt Peter Fintl. Er ist Direktor Technologie und Innovation bei Altran, einem Dienstleister für Engineering, Forschung und Entwicklung, und arbeitet seit mehr als 20 Jahren für die Automobilbranche. Seit vier Jahren fährt er E-Auto. „Tagesreichweiten von bis zu 500 Kilometern sind kein Problem“, sagt er. Wer mehr fährt, müsse sich lediglich vorher über Lademöglichkeiten informieren und die Ladezeit einplanen. „Das wird schnell zur Routine“, sagt der Experte. Die halbe Stunde etwa, die sein Wagen lädt, nutze er zum E-Mails checken. Auch das Fahrverhalten spielt eine Rolle: Wer gerne schnell fährt, wird nicht so weit kommen. „Das Auto gibt die Nutzung vor, nicht umgekehrt“, sagt er. Insgesamt sei das E-Auto aber eine lohnende Investition – sowohl privat als auch im Gewerbe.

Solarthermie und Photovoltaik: So gelingt die Energiewende fürs Zuhause

Das gilt auch für den Einsatz regenerativer Energiesysteme fürs Zuhause. Zum Beispiel beim Heizen. Die Wärmewende gelingt mit einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach. Sie verwandelt die Strahlen der Sonne in Heizwärme. Mit dieser Wärme lässt sich beispielsweise die Fußbodenheizung, aber auch das Wasser aufheizen. Während eine neue Ölheizung etwa 6.000 bis 10.000 Euro kostet, ist eine Solarthermie-Anlage je nach Größe teurer, allerdings wird ihre Anschaffung mit bis zu 45 Prozent durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Und während die Preise für Öl immer weiter steigen, scheint die Sonne gratis vom Himmel. Auf lange Sicht lohnt sich deshalb auch diese Investition.

Eine Solaranlage auf dem Dach versorgt das Haus mit Energie
Mit dem E-Auto ein anderes E-Auto aufladen: Mehr E-Mobilität geht nicht.

Wer die Strahlen der Sonne noch effektiver nutzen möchte, kann zusätzlich zur Solarthermie-Anlage auch noch Photovoltaik-Module auf seine Dachfläche montieren. Solche Anlagen wandeln Sonnenstrahlen in Strom, der dann ins eigene Haus, aber auch ins lokale Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet wird.

Über die saubere Anlage auf dem Dach wird dann sogar das E-Auto mit Ökostrom versorgt. Und die kleine Energiewende ist geglückt.

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